Direkt zum Hauptbereich

Die 10 Gebote

 Die meisten kennen die christlichen (und jüdischen) «10 Gebote». Der christliche Glaube hat im wesentlichen nur diese 10 Gebote benötigt um weltumspannend erfolgreich zu werden.

Was sagt uns das? Warum hat das so erfolgreich funktioniert? Einfachheit und Reduktion auf das Wesentliche hat eben einen entscheidenden Mehrwert!

Einfache Regeln, die jeder verstehen kann, sind eben weitaus wirksamer als ein 50-seitiges Strategiepapier. Daher sind «10 Gebote» eben so erfolgreich.

Das gilt natürlich auch für Unternehmen und das Management im Unternehmen. Es gibt eine Reihe von Unternehmen oder Managern, die eben mit diesen wenigen, einfachen Botschaften an ihre Mitarbeiter sehr erfolgreich sind.

Einer der mir dabei einfällt, ist der austrokanadische Unternehmer Frank Stronach der mit Magna den grössten Automobilteil-Zulieferer der Welt gegründet hat. Er wurde zwar oft von akademisch legitimierten Managern belächelt, aber faktisch war er mit seiner Unternehmenssteuerung den meisten überlegen. Ein Spruch ist mir besonders in Erinnerung geblieben, vorgetragen in seinem typischen Englisch-Steirisch «Geld ist wie Wasser, es fliesst immer den Weg des geringsten Widerstandes!»

Geld als Wasser zu bezeichnen ist nicht nur ein schönes Bild, sondern führt im Verkaufsprozess dazu, dass man möglichst wenig Widerstände gegenüber dem Kunden aufbaut. Braucht der Kunde irgendein besonderes Papier – wie es in stark regulierten Branchen üblich ist – dann bekommt er es einfach. Ein besonderes gefordertes Feature wird sehr oft als zusätzliche Kosten und Aufwand gesehen, aber wenn der Kunde bereit ist dafür zu bezahlen, dann soll er es auch haben! Ist er dazu nicht bereit, dann verzichtet er selbst darauf und das ist Verkaufs-psychologisch etwas anderes!

«Ermöglich dem Kunden das zu erhalten was er WILL!» Na klar reicht ein Dacia um von A nach B zu kommen, aber wenn er einen goldenen Porsche haben will, dann soll er ihn erhalten!

Ein deutsch-österreichischer Unternehmer der auch ein Milliardenimperium zusammengebaut hat, hat ein simples Geheimnis in Bezug auf Investitionsentscheidungen «Frage dich immer, was nützt es dem Kunden?»

Es sind Aussagen wie diese, die die Mitarbeiter leicht verstehen, dazu braucht es eben nicht unbedingt ein umfangreiches Strategiepapier, das vermutlich weder gelesen noch verstanden wird. Bei «Was nützt das dem Kunden», vermeidet ein Mitarbeiter auf natürlich Weise Tätigkeiten oder Investitionen die keinen Kundenvorteil bringen.

Das Konzept der «10 Gebote» ist auch ein fabelhaftes Konzept für ein Unternehmen! Einfache Botschaften ermöglichen es den Mitarbeitern wesentlich leichter zielgerichtet für das Unternehmen und die Kunden zu handeln!

Also vergisst den Ersatz des Unwissens durch den Irrtum (Strategie) und denkt an Eure 10 Gebote!

Und zum Schluss: Wenn Ihr mit den Adlern kreisen wollt, dürft ihr nicht mit den Hühnern rumpecken.“ (O-Ton Frank Stronach)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wie Kosher ist Halal?

Ein kleines Beispiel zum Schmunzeln, wenn notwendige Regeln ungewollt komisch werden. Eines Tages erreichte mich eine Kundenanfrage: “Wir ersuchen Sie um ein dringende Bestätigung dass ihre Druckfarben Kosher und Halal sind”! Wie? Ich war perplex und begann zu lachen. Druckfarben müssen Kosher und Halal sein? Wer denkt denn ernsthaft daran Druckfarben zu sich zu nehmen? Sie sind weder nahrhaft noch schmackhaft, und ausserdem eigentlich gesundheitsgefährdend!   Natürlich habe ich den Kunden kontaktiert und versucht zu erklären, dass die Farben nicht zum menschlichen Verzehr geeignet bzw. gedacht sind. Er meinte nur, dass sie dies für alle Arzneimittel inklusive Primärverpackung brauchen würden und war nicht einsichtig, dass Farben definitiv zum Verzehr ungeeignet sind. Also gut, ich habe das Kosher / Halal Statement erstellt. Ganz so trivial war es dann doch nicht! Ich musste mich vergewissern, dass im gesamten Syntheseprozess der Grundstoffe keine tierischen Vorprodukte eingesetzt ...

Der Scheisser oder wie Rechtschreibprüfung versagt!

In dieser kleinen Geschichte ging es um die Qualifizierung von Verkleben statt Versch w eissen von Stahl. Diese Mail erhielt ich wortwörtlich als Input von einem Lieferanten. «Meine persönliche Einstellung zu kleben: Heute sind die Kleber extrem gut und belastbar, jedoch sehr heikel in der Vorbehandlung / Feuchtigkeit, Temperaturen und nicht fettfreie Oberflächen können hier das Ergebnis stark beeinflussen. Im Produktionsablauf müsste also ein Schweisser auf einmal kleben. Das klingt zwar relativ einfach aber wenn man an die Umgebung denke wo ein Scheisser steht und seine Hände anschaut ist das alles andere als die Umgebung wo sauber geklebt wird! Aus diesen Gründen ist evtl. kleben nicht günstiger wie scheissen … Dazu kommt, dass wir ja in den wenigsten Fällen solche Teile durch scheissen müssen, sondern nur heften … d.h. den einzigen Vorteil wo ich so auf den ersten Blick sehe ist, dass es von aussen keine sichtbaren Scheiss stellen gibt.» Erkennt deine Rechtsschreibprüfu...